Re: Sysops, Toleranz, und Packet Radio - Packet-Radio-Netz weitgehend abgeschalte…
25. Februar 2008 – 00:04:
>
> > Finde ich nicht. Wenn du mal die 100 Mrd. für die UMTS-Lizenzen
> > mit
> > den 100 Mailboxen der Amateurfunker (ich lese gerade, dass seit
> > 1994
> > auch CB-Funker PR machen können; ich bin da scheinbar nicht mehr
> > ganz up to date gewesen) vergleichst, dann sind das doch Sicht
> > einer Behörde doch wohl nur “Peanuts”.
>
> Wenn du die Huerden mal betrachtest, ist das eine ganze Menge an
> Mailboxen und Benutzern!
>
> Schon mal ueberlegt warum es sowenige Packet Radio Nutzer/Mailboxen
> gibt?
Weil - zumindestens früher - eine Lizenz notwendig war. Die Prüfung war
nicht ohne.
Weil es teuer und kompliziert ist.
Weil die Nutzung eingeschränkt ist. Ich bin mir der Details zwar nicht
mehr sicher, aber News per PR zu verteilen, war aus rechtlichen Gründen
nicht möglich.
Weil Internet so viel populärer und bunter und einfacher ist. >:-)
Es ist halt etwas aufwendiger, ein besonderes Hobby zu haben.
> Packet Radio war uerspruenglich nur dem Amateurfunk vorbehalten.
>
> Dafuer musst du eine Lizenz erwerben. Dann brauchst du noch einen
> Computer (hatten nur die wenigsten Funkamateure, viele lehnten und
> lehnen Dienste wie Packet Radio auch ab, da sie nichts mit der
> urspruenglichen Sprachkommunikation zu tun haben). Und dann ein
> PR-Modem. Und das ganze ist auch heute nicht ganz billig.
>
> “Wer einen Digipeater betreiben möchte, muss eine Sondergenehmigung
> beantragen und muss jede Frequenz beantragen (damit sich die
> Digipeater
> nicht stören).” Kann man mit dem Aufstellen eine Sendemasts fuer
> die
> GSM-Mobilfunknetze vergleichen.
>
> Zudem kriege ich einen Koller wenn man ein experimentelles Netzwerk
> mit
> selbstentwickelter Technik, mit kommerziellbetrieben Netzwerken
> vergleicht. Zudem gibt es auch, wenn einige ewig gestrige das nicht
> gerne hoeren, heute schon hoehere Ubertragungsraten bei einigen
> Strecken als bei einem popeligen Analog Modem im deutschen Festnetz
> ueblich.
Das ist mir alles mehr oder weniger bekannt. Ich kannte ein paar
Amateure und habe selber überlegt, für eine Lizenz zu büffeln.
Ich weiss auch die Zeit und die Energie zu schätzen, die die
Beteiligten investieren.
Und mit den GPRS und dem sonstigen Handy-Zeug(*) hattest du
ursprünglich angefangen, das habe ich nur aufgegriffen.
Ich hatte auch geschrieben “aus Sicht einer Behörde”. Mir ist schon
klar, daß die Betroffenen das _ganz_ anders sehen.
(*) Ich benutze bewußt den umgangssprachlichen Begriff, um nicht wieder
missverstanden zu werden.
> BTW, wer mit einem AM791X mal ein Modem gebaut hat und das zur
> Zeiten
> der Deutschen Bundesp*st als es hierzulande nur zugelassene
> Akkustik
> Koppler legal zu kaufen gab weiss wovon ich spreche.
Das war ja der Sinn der Lizenz: der Amateur hat soviel Wissen, dass die
Bundesp*st ihn ruhigen Gewissens herumwurschetln lassen kann.
> Bloss ist basteln an EWSD oder S12 Systemen heute viel schwieriger
> geworden als damals. Und noch weniger legal. :-(((
>
> Da bastelt man doch lieber mit einer Technik wo man die Sende- und
> Empfangsanlage selbst bestimmen kann (im Rahmen des gesetzlich
> zugelassenen).
Wo geht das denn noch? Ich dachte, der Amatuerfunk wäre so etwas wie
das letzte Reservat für Hobby-Funker in Deutschland?
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